Nummer 2: Mehr Licht in der Hauptstraße gefordert

„Etwaige Nachrichten“ starten Umfrageaktion – Breite Mehrheit für drei Laternen

Etwashausen (Eig. Bericht) In der Etwashausener Hauptstraße ist es zu dunkel. Die „Etwaigen Nachrichten“ haben sich die Forderungen der Anwohner zu eigen gemacht und eine Umfrage gestartet, ob die Hauptstraße künftig besser beleuchtet werden sollte, auch wenn das eine geringfügige Erhöhung der Grundsteuer zur Folge habe. Das Ergebnis war überwältigend. Eine Mehrheit plädierte für mehr Licht. Bürgermeister Roderich Wernbeck sagte zu, die Haushaltslage daraufhin zu prüfen, ob die eine oder andere Laterne aufgestellt werden könne.

Überwältigendes Ergebnis der Beleuchtungsaktion: Der Marktplatz erstrahlt in neuem Licht.

Immer wieder erreichten die Redaktion Leserbriefe, in denen brave Bürger beklagen, sie wagten sich nachts kaum noch aus dem Haus, weil die Beleuchtung der Hauptstraße kaum ausreiche, um die Hand vor Augen zu erkennen. Gerade nachdem jetzt das Kino eröffnet habe, sei es doch auch im Sinne der öffentlichen Sicherheit, mehr Licht in die Stadt zu bringen, damit lichtscheues Gesindel keine Chance erhalte, irgendwelchen Unfug zu treiben. Einen peinlichen Zwischenfall gab es in der städtischen Öffentlichkeitsarbeit, nachdem Seniorinnen erklärt hatten, sie würden sich nachts nicht mehr über die Straße trauen. Der Bürgermeister musste seinen Sprecher Hans-Karl Ulrich zurückpfeifen, nachdem dieser in einer Pressekonferenz gefragt hatte, was denn die ganzen alten Frauen nachts auf dem Marktplatz zu tun hätten.
Die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Weiß von den Grauen soll überprüfen, ob die Äußerung des Sprechers disziplinarische Folgen haben muss. Ulrich korrigierte sich auf Drängen des Stadtrats, indem er darauf hinwies, seine Aussage habe ebenso für alte Männer gegolten. Das wiederum rief den städtischen Seniorenbeauftragten Mario A. auf den Plan, der nun mit Weiß eine Untersuchungskommission gegründet hat. Rücktrittsforderungen an Weiß wehrte dieser ebenso wie der Bürgermeister bislang erfolgreich ab.
Die „Etwaigen“ werden sowohl über den Fortgang der Beleuchtungsaktion als auch über die Aufarbeitung der unbedachten Äußerungen Ulrichs berichten.
Jedenfalls erbrachte die Umfrage der „Etwaigen“, dass 67 Prozent der Bürger sich mehr Licht wünschen. Nur eine Minderheit bedauerte, dass nun in Etwashausen auch Dinge ans Licht kommen würden, die vielleicht besser im Dunkeln geblieben wären. Sie wurden vom Kulturdezernenten Friedbert Dünger mit einem Goethe-Zitat beruhigt: „Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.“

... berichtet regelmäßig in den “Etwaigen Nachrichten” (EN) über die Ereignisse in Etwashausen. Sie erreichen Fritz P. per Elektronischer Post über das Kontaktformular oder über folgende Anschrift:

Reporterlegende Fritz P.
Etwaige Nachrichten
Hauptstraße / Markt
Etwashausen

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